Unit Economics
Unit Economics beschreiben die Wirtschaftlichkeit eines Geschäftsmodells auf der kleinsten sinnvollen Einheit – in der Regel pro Kunde oder pro Transaktion. Sie beantworten die Frage: Ist das Kerngeschäft auf Einzeltransaktionsebene profitabel, bevor Fixkosten berücksichtigt werden? Die wichtigsten Metriken sind CAC, LTV, LTV:CAC Ratio, Payback Period und Contribution Margin. Unit Economics stehen am Anfang jedes belastbaren Business Cases.
Unit Economics auf Deutsch
Für „Unit Economics" gibt es keine etablierte deutsche Übersetzung – der englische Begriff ist auch im deutschsprachigen Raum Standard. Sinngemäß lässt er sich als „Wirtschaftlichkeit pro Einheit" oder „Stückkostenrechnung auf Geschäftsmodellebene" umschreiben. Gemeint ist immer dasselbe: die Betrachtung von Erlösen und variablen Kosten auf Ebene einer einzelnen Einheit, statt auf Ebene des Gesamtunternehmens.
Bedeutung im Business Case
Unit Economics sind der erste Qualitätsfilter eines Geschäftsmodells. Ist die Contribution Margin pro Einheit negativ, wird ein Venture durch Wachstum nicht profitabler – es verbrennt mit jedem neuen Kunden mehr Kapital. Genau deshalb stehen Unit Economics methodisch vor der P&L-Projektion: Stimmt die Logik pro Einheit nicht, baut die gesamte Finanzplanung auf einer unbewiesenen Annahme auf.
Vertiefungen
- Unit Economics Beispiel — eine komplette Rechnung mit konkreten Zahlen, von CAC bis Payback Period.
- Unit Economics für SaaS — die Besonderheiten wiederkehrender Geschäftsmodelle und der Churn-Hebel.
- Unit Economics Benchmarks — Richtwerte für LTV:CAC, Payback Period und Churn.
Den vollständigen Guide mit Formeln, Benchmarks und Beispielrechnungen findest du unter Unit Economics berechnen.